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Kleine Matratzenkunde

Matratzen, die der heutigen Bedeutung nahe kommen, waren zumindest in Deutschland bis in die Neuzeit purer Luxus. Das gemeine Volk schlief auf mit Seegras, Schilf, Stroh oder Spreu gefüllten Säcken auf harter Unterlage.

Die Ansprüche an Matratzen und Lattenroste sind deutlich gewachsen. Matratzen sollen in Verbindung mit dazu passenden Lattenrosten die Regeneration des Körpers unterstützen.

„Dies geschieht am Besten dadurch, dass die Wirbelsäule die ihr von Natur aus gegebene Doppel-SForm einnehmen kann und zwischen Kopf und Steißbein eine durchgängig gerade Linie bildet. Vor allem bei Seitenschläfern muss dem entsprechend die Schulter und das Becken so tief in die Matratze einsinken können, damit diese gerade Linie von allein entsteht.“ - Wikipedia

Deshalb sind moderne Matratzen für diese unterschiedlichen Bedürfnisse in drei bis sieben Liegezonen eingeteilt. Die Höhe der Matratze spielt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle. Je höher sie ist, desto eher kann sie Stauchungen vermeiden, die entstehen, wenn die Matratzenfüllung dem Druck des darauf liegenden Körpers nicht mehr nachgeben kann. 16 cm Höhe und mehr sollten es sein.

Der Matratzenkern ist aus Schaumstoff, Latex, Naturprodukten oder Federkern und steckt in einem Bezug, der mit Schafwolle, Vlies, Baumwolle, Wildseide oder auch Rosshaar versteppt ist. Bezüge von Komfortmatratzen bestehen heutzutage meist aus elastischen Stoffen wie Frottee oder Jersey. Inzwischen üblich ist es, dass der Matratzenbezug abgenommen und gewaschen oder gereinigt werden kann. Matratzenkerne und Matratzenbezüge können heute auch getrennt geliefert werden. Auf diese Weise können Matratzen unterschiedlicher Härtegrade in einem gemeinsamen Bezug kombiniert werden. 

Federkern-Matratzen

Federkernmatratzen wie Bonell-, Cosiflex-, Taschen- oder Tonnentaschenfederkernmatratzen haben ein ausgesprochen gutes Raumklima, sind ideal für Menschen, die im Schlaf viel schwitzen. Um dem unterschiedlichen Gewicht der verschiedenen Körperteile gerecht zu werden, sollten diese Matratzen fünf bis sieben Zonen aufweisen. Allerdings bieten Sie keine so hohe Punktelastizität wie Schaummatratzen.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen - es gibt auch Taschenfederkernmatratzen mit bis zu 2000(!) einzelnen Federn bei einer Liegefläche von 100x200cm.

Latex-Matratzen

Latexmatratzen bestehen aus Naturgummi. „Naturlatexmatratze“ ist kein geschützter Begriff und kann irreführend verwendet werden. Lediglich das Gütesiegel „Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.“ (QUL) bietet hier Sicherheit. Latexkerne verfügen meist über Luftröhren oder Luftkammern, in denen Luft zirkulieren und eindringende Feuchtigkeit nach außen gelangen kann. Schichtlatexmatratzen bestehen aus mehreren Schichten von Latex und Schaumstoff-Elementen. Sie passen sich sehr gut an Körperkonturen und Lattenroste an, bieten hervorragende Punktelastizität und sehr gutes Federungs- und Rückstellungsverhalten bei Liegeveränderung. Bei entsprechender Pflege, aber das ist Vorraussetzung für praktisch alle Matratzen, ist die Anfälligkeit für Milbenbefall gering, allerdings besteht bei mangelhafter täglicher Lüftung die Gefahr von Schimmelbildung.

Wir empfehlen anstelle von Latex- Kaltschaummatratzen.

 

Luftkern-Matratzen

Luftkernmatratzen sind ähnlich auf gebaut wie Federkern, nur haben sie anstelle des Federkerns einen elastischen Luftbehälter (Luftkern), dessen Härte sich durch aufpumpen und ablassen regulieren lässt. Nachteil ist die vorprogrammierte Schimmelbildung am Luftkern. Statt auf einem Lattenrost kann die Matratze auf einer Untermatratze liegen. Dieses System ist hauptsächlich in angelsächsischen Ländern sehr beliebt.

Hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt - NICHT EMPHELENSWERT!!!

 

Schaummatratzen

Schaumstoffmatratzen wie Kaltschaum-, Viskoelastische oder Tempurmatratzen standen lange Zeit zu Recht in schlechtem Ruf. Dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Heute bestehen sie meist aus einem PUR-Kaltschaum/ Visco-Matratzenkern. Dessen Qualitäten und Eigenschaften können ganz unterschiedlich ausfallen und hängen auch vom Gewicht, der Stauchhärte, der Art der Herstellung sowie der eingearbeiteten Profile ab. Schaumstoffmatratzen bieten eine hervorragende Punktelastizität und ein sehr gutes Federungs- und Rückstellungsverhalten. Bei entsprechender Pflege ist die Anfälligkeit für Milbenbefall gering, die Lebensdauer hoch. Viskoelastische Matratzen passen sich dem Körper des Schläfers an indem die Körperwärme ein Einsinken in die Matratze bewirkt, die sich dann nach der Veränderung der Liegeposition nur verzögert in die ursprüngliche Form zurück stellt. Zum Schwitzen neigende Menschen empfinden sie als zu warm, für gern kalt schlafende Personen oder für ungeheizte Schlafzimmer ist sie nicht geeignet. Aber druckempfindliche Körperstellen werden mehr entlastet als bei anderen Matratzen.

Ein Qualitätsmerkmal des verwendeten Schaumes ist das sogenannte Raumgewicht (RG) in m³. Ein Würfel von 1m Kantenlänge wiegt z.B. 60kg - dann hat die Matratze ein Raumgewicht von RG60 - dies wäre schon eine sehr gute Matratze. Wir empfehlen ein Mindestraumgewicht von RG30kg/m³. Das Raumgewicht lässt keinerlei Rückschlüsse auf die Härte der Matratze zu.

Schaummatratzen sind unserer Meinung nach für die meisten Menschen die empfehlenswerteste Lösung.

Naturmatratzen

Naturmatratzen wie die Futons. Diese Matratzen enthalten ausschließlich Materialien, die in der Natur vorkommen, wie Naturlatex, Kokosfasern, Rosshaar, Stroh und Seegras. Sie werden meist in Matten von 1 bis 12 cm Stärke vorgefertigt. Durch die Kombination verschiedener Schichten lassen sich bei der fertigen Matratze unterschiedlichste Härtegrade erzeugen. Solche Materialen lassen sich unproblematisch in den biologischen Kreislauf zurückführen. Allerdings altern und verschleißen Naturprodukte rascher und die Gefahr durch Milben und Pilze ist höher – speziell in zu wenig gelüfteten oder feuchten Räumen. Auf Futons liegt man recht hart. Ein Nachteil besteht darin, dass sie normalerweise auf den Boden gelegt werden und im Winter die kalte Luft direkt über die Schlafstätte zirkuliert. Diese Art des Schlafens hat sich in westlichen Ländern nicht durchgesetzt.

Wasserbetten

Wasserbetten und Wasserkernmatratzen sind außerdem im Handel. Wenig verbreitet in Deutschland sind Wasserbetten, die einen Kern aus Wasser in einer Vinyl-Umhüllung verwenden. Das Wasser kann individuell temperiert werden und ermöglicht ein druckfreies Liegen. Allerdings ist der Anschaffungspreis recht hoch und eine Verstellung der Matratze ist natürlich nicht möglich, dafür besteht die Gefahr von Wärme und Feuchtigkeitsstau, Schimmelbildung ist nicht auszuschließen, Stromverbrauch der elektrischen Heizung bzw. die Notwendigkeit, dauernd Elektrizität ausgesetzt zu sein sowie die jährliche Pflege des Wassers mit keimtötenden Mitteln kommen hinzu.

Wir finden bei Wasserbetten überwiegen die Nachteile zu stark gegenüber den Vorteilen und empfehlen daher keine Wasserbetten. Es gibt genügend Schaummatratzen, die eine besser Druckentlastung schaffen und einen wesendlich gesünderen Schlafkomfort bieten.

Außerdem wurden in den letzten Jahren, die meisten deutschen Hesteller von hochwertigen Wasserbetten, so gut wie ganz, von billigen und qualitativ minderwertigen Importherstellern, vom Markt verdrängt.

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